bin ich zu emotional. Es geht alles auf und ab bei mir, total die Gefühlsschwankungen. Ich bin irgendwie kaputt, hinüber, unglücklich. Weiß auch nicht wieso.
Und irgendwie auch so verdammt unsicher und hab überhaupt keine Lust mehr zu irgendwas. Das einzige, was mir im Moment "Spaß" macht, ist Filme schauen. Am liebsten die ganze Zeit, nur kenn ich das wenige, was ich habe schon auswendig.
Ich glaube, das ist mal wieder ein Anfall von Eskapismus (um euch mal wieder mit diesem schönen Wort zu nerven...). Flucht vor der Realität, weil sie im Moment zu schwierig ist.
Weil ich so im Moment nicht mehr weitermachen kann und dieses Auf- und Ab echt anstrengend ist (ich hab dann nämlich gleich im nächsten Moment auch wieder Anfälle, wo ich die ganze Zeit fröhlich am Labern bin und total aufgekratzt und so, und 10 Minuten später fang ich plötzlich an zu heulen - das kann so echt nicht weitergehen...)habe ich beschlossen, zu einem Psychologen zu gehen.
Der andere Grund, der wohl noch wichtiger ist, um endlich auch als Erwachsene mit ADS diagnostiziert werden zu können und endlich nach all den Jahren eine Therapie an zu fangen. Ich bin jetzt an einem Punkt in meinem Leben angekommen, wo ich mich nicht mehr durchmogeln kann und vor allem nicht mehr will...wie übersetzt man sincere ins Deutsche? Englisch ist irgendwie eine schönere Sprache finde ich, vor allem für Prosa...naja.
Gut ist aber, dass meine Schilddrüsen Tabletten etwas stärker wirken. Ich bilde mir ein, abgenommen zu haben, aber vielleicht ist das ja auch nur Wunschdenken. Meine Haut ist leider im Moment total schlecht, aber ich bekomm jetzt auch bald meine Tage, also wird es hoffentlich daran liegen. Nur leider braucht das ja immer ewig, bis alles verheilt ist. Werde ich jemals eine schöne Haut haben? Eine, die nicht spannt und juckt und schuppt und weh tut und dann auch noch schrecklich aussieht?
Hoffen wir es mal. Stress reduzieren hift auf jeden Fall schon mal, also hoffe ich, dass das nächste Semester, mit nur 8 Veranstaltungen, da einen Unterschied machen wird.
Am Mittwoch war ich mit einer Freundin bei einem Sportprogramm von der Uni, dass sich "Power Fitness nennt". Der Name war sehr passend o.O". Wir haben ne 3/4 Stunde "Warm-Up" gemacht (juhuu, Anglizismen!) und danach noch fast ne Stunde Dehnen und Krafttraining. Ich war danach so unglaublich fertig. Ich ess im Moment auch so wenig und durcheinander und komisch, weil ich keinen Appetit habe und mir oft schlecht ist. Mir ist auch so warm im Moment, obwohl ich sonst eher friere. Komisch irgendwie.
Hoffentlich bin ich nicht schwanger *hust*. Das wär mal mehr als Scheiße >_>
Jedenfalls tat mir danach alles weh, aber vor allem die Beine, ich konnt nicht mal mehr richtig laufen danach und Treppenstufen bin ich auch eher runtergestakst und gefallen. Am Donnerstag ging es dann relativ gut, tat zwar immer noch weh, aber nicht mehr so schlimm.
Aber heute war es fast noch schlimmer als am Mittwoch. Dazu muss man aber sagen, dass ich stundenlang aufgeräumt und geputzt habe, fast ohne Unterbrechung und im Eiltempo, das hat sicher nicht dazu beigetragen, dass es besser wird ^^".
Jedoch bin ich zum ersten Mal seit langem vor dem Wecker wach gewesen und war sogar ausgeschlafen, dabei hatte ich weniger Schlaf als sonst und nicht mal besonders gut. Keine Ahnung, warum das so war, ist mir so aber wesentlich lieber...
Vielleicht weil ich wusste, dass ich nicht zur Uni gehen würde? Hatte nämlich einen Termin, genauer gesagt war es so, dass die Immobilienmaklerin, die jetzt meine Wohnung vermittelt, sich diese mal anschauen und für das Inserat fotographieren würde. Ich hatte angenommen, dass sie sich tierisch über den Zustand der Wohnung aufregen würde (sie klang am Telefon sehr unfreundlich)und auch erst mit den Fotos das Inserat reinstellen würde. Sie war aber eigentlich ganz nett, nur ein wenig...wie soll ich sagen? Klugscheißerisch? Mir zu sagen, auch wenn ich unrenoviert ausziehe, müsse ich ja putzen und zeigt dann mit den Fingern auf die Staubfäden an der Decke im Flur. Ja, da sind Staubfäden, und ich find sie auch nicht schön. Aber ich komm da auch nicht mit meinem langen Neon-Cyper-Staubwedel an, auch nicht auf dem Stuhl. Die Decke ist im Flur nämlich höher als im Zimmer ist mir letztens mal aufgefallen, also dann eher 4 m oder so...da brauche ich auf jeden Fall ne Leiter. Und ich weiß ja nicht, was sie sich denkt, dass ich nicht putze, bevor ich ausziehe oder was? Ich hab ihr dann nur gesagt, dass ich mir da dann irgendwie ne Leiter besorgen muss, das jetzt aber nicht ging (und ich weiß nicht, wie oft ich gesagt habe, dass ich nicht so viel Zeit habe und den ganzen Tag in der Uni bin, und finanziell jetzt auch nicht so gut stehen...*seufz*).
Davon mal ab war sie aber wie gesagt ganz nett. Was mich ein wenig schockiert hat, war die Tatsache, dass sie gleich Leute mit gebracht hat, die sich die Wohnung anschauen wollten und da quasi so einen Termin zur Besichtigung gemacht hat, es kamen danach nämlich noch ein paar mehr Leute. War halt in der Hinsicht gut, dass sie die Wohnung trotz des Zustandes (sie haben sich die Ecken noch nicht genau angesehen *hust*)alle gut fanden und Interesse gezeigt haben, ich hoffe also, dass einer davon bald den Mietvertrag unterschreibt.
Jedoch fand ich es ziemlich unhöflich von ihr, mir nicht Bescheid zu sagen. Ich mein, das muss sie ja vorher gewusst haben, da hätte sie ja auch kurz durch rufen können, um zu fragen, ob es passt, oder mir wenigstens Bescheid sagen können.
So war ich völlig überrumpelt (und Daniel genervt, der hatte nämlich ne Frühschicht und hätt gern weiter geschlafen...)und auch gestresst, dabei war das ganze in ner halben Stunde oder so vorbei. Aber die hat mich völlig geschafft.
Oh und dann durfte ich noch feststellen, dass ich mir meinen Stromanbieter hätte selber raussuchen können und das die ganze Zeit hätte ändern sollen. Und das ganz viel doch hätte gemacht werden müssen. Das ist nun aber die Schuld von Mr. Piggy Ich bin immer im Urlaub wenn man anruft Herr Felder. Das hab ich ihr auch gesagt, und sie wird mit ihm reden.
Vermutlich könnte ich ihn auch anzeigen und hätte wohl die ganze Zeit auch ne Mietminderung beantragen können, weil der Heizlüfter im Bad ja nicht läuft (und man soll laut Mietvetrag ne Mindesttemperatur von 20° haben oder so...das sind mit Glück 15, wenn es richtig kalt ist noch weniger...ist schon vorgekommen, dass der Atem kondensiert...).
Auch habe ich ein Studienbeitragsdarlehen beantragt, dass ich wegen BAfÖG nicht zurückerstatten muss. Hätte ich schon seit dem 1. Semester haben können, wusste ich nur nicht.
Und das ist das Fazit der letzten 2 Jahre: Wusste ich nicht. Woher soll ich all diese Sachen wissen, wenn man mich nicht informiert? Mich selber informieren? Ich bin ja nicht mal auf alle diese Sachen gekommen! Ich fühl mich einfach verarscht. Permanent muss man über alles Bescheid wissen, sonst wird man abgezockt. Man muss für jedes Recht, das einem im Grunde von vorneherein zusteht, kämpfen und verliert mitunter dadurch noch mehr. Das kostet auch Kraft und Zeit und Überwindung, und von allem habe ich nicht mehr so viel.
Nachwievor bin ich wohl zu idealistisch. Ich stelle nicht die gleichen Ansprüche an andere Mensch, wie an mich, aber doch zumindest ein paar Ansprüche. Und dazu gehört, dass die Leute kompetent genug sind, ihren Job zu machen, dass sie es nicht nötig haben, andere zu verarschen und dass man angemessen informiert wird.
Denn viele meiner Probleme und Sorgen resultieren einfach daraus, dass man nicht informiert wird. Ich hätte soviel Geld sparen können! Es regt mich echt auf!
Warum sagen, dass man etwas macht oder kann oder einen Job übernehmen, wenn man das eh nicht auf die Reihe kriegt, oder will? Studium ist ja noch was anderes, aber später geht das nicht mehr.
Naja, da habe ich schon oft mit meinem Vater drüber geredet. Ihn regt das auch auf, weil wir uns da doch sehr ähnlich sind. Aber er ist einfach zu dem Punkt gelangt, niemanden mehr zu trauen, sich immer absolut ab zu sichern und über alles informiert zu sein. Ich find das total traurig, aber ich weiß, dass das der einzige Weg ist, der mir noch bleibt. Ich kann einfach nicht von anderen Menschen erwarten, dass sie so sind und ich kann auch nicht darauf vertrauen, dass sie es nicht nötig haben, mich aus zu nutzen. Zerstört mich und mein Weltbild ein bisschen, aber diese Gesellschaft lässt mir leider keine Wahl.
Wer überleben will, muss wohl ein Stück von sich selbst aufgeben.
Ich würd gern auf ne tropische Insel flüchten, wo ich nur lebe und kreativ bin und Wissen sammel und mir Fragen stelle und Träume...so stell ich mir meine persönliche Freiheit und mein Paradies vor.
Leider bleibt mir nur diese unterschwellige Dystopie, die sich "Deutschland" nennt...
Tja...der Tonfall dieses Eintrags ist auch eher negativ. Aber um mit etwas Positivem ab zu schließen: Wir haben außerem die Schlüssel für unsere Wohnung. Ich kann sicher bald Fotos machen, auch davon, wie meine alte Wohnung aussieht (um von ihr Abschied zu nehmen *schnüff*) und dann hier zeigen. Endlich können wir Sachen rüberbringen und abmessen und uns Gedanken über die Einrichtung machen. Wirklich viel kaufen können wir noch nicht, aber immerhin, es ist ein Anfang.
Wenn Daniel dann das Geld von seinen Großeltern bekommt, und ich die Studiengebühren zurück und sie auch behalten darf dann können wir uns sogar eine Küche leisten. Das wär mir echt das Wichtigste. Ich freu mich so darauf, eine richtige Küche zu haben. Ich koche gern (nur im Moment nicht, weil zu nichts so richtig Lust). Das ist immer so ein kreativer Prozess für mich, weil ich ja ständig improvisiere und herumprobiere ^^
Auch auf getrennte Zimmer und ein vernünftiges Badezimmer freue ich mich. Wir werden uns im großen Zimmer ja auch die eine Hälfte als Arbeitszimmer einrichten. Ich möchte das alles schön und gemütlich wird, damit ich die richtige Motivation bekomme, regelmäßig und vernünftig was für die Uni zu tun.
Viele Rückschläge im Moment, aber das sind einfach wieder meine persönlichen Krisen. Ich versuche, sie zu überwinden, und mich auf die schönen Zeiten zu freuen, die dann im nächsten Jahr kommen werden. Es ist nur wieder einer von vielen Tests, die Teil des Lebens sind *einred*.
1 Kommentar:
Ja. Insgesamt habe ich momentan auch oft das Gefühl, dass das Leben eben so ist. Früher als man klein war, war doch alles noch leichter und RELATIV schön, weil man auch so gutgläubig und naiv war. Und mittlerweile kriegt man eher den Eindruck, dass die Gesellschaft insgesamt nur noch aus Arschlöchern besteht, die alle hinterlistig sind und nur ihre eigenen Interessen verfolgen und das finde ich recht deprimierend.
Insgesamt gilt wohl "Nur wenn man's selber macht, wird es richtig gemacht." usw. Wie du schon über deinen Vater geschrieben hast.
Ich kann's auch nachvollziehen, auch wenn es mich bisher immer noch halb so schlimm erwischt hat. Das mit deinem Vermieter find ich echt asozial. Vor allem hättest du im Jahr durch Strom so viel sparen können. Echt. Arschloch.
Ich hab bisher aber noch nicht die Hoffnung verloren, dass auch immer wieder Phasen kommen in denen alles leichter und besser ist und wo es einem auch besser geht und wo man glücklicher ist. Aber das Warten ist ziemlich nervend. Und wenn man dann noch nicht mal unbedingt weiß, was man mit seinem Leben machen soll (wenn z.B. senile Dozenten meinen, sie müssten Egoshooter auf Gefühlsbasis spielen), ist alles nochmal doppelt scheiße.
Fühl dich ganz doll gedrückt! Ich kann zwar so nicht viel machen, aber ich fänd's schön für dich, wenn alles sehr bald besser wird!
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