Sonntag, 22. September 2013
Reisen
Es ist tatsächlich über ein Jahr her, dass ich hier geschrieben habe. Überraschenderweise.
Eigentlich ist es wirklich schade, diesen blog so vergammeln zu lassen...
Naja, jedenfalls, ich wollte mal ein wenig etwas von den Orten berichten, die ich im Sommer besucht habe. Und was sonst so war.
Das letzte Winter- und Sommersemester war von der Uni her eher scheiße...habe nichts auf die Reihe bekommen, seit ich mit dem Master angefangen habe. Ich hoffe inständig, dass ich jetzt im Winter endlich wieder die Kurve kriege.
Mein Plan für 2013 war, mich von den Leuten fern zu halten, die meine Energie aufsaugen (in der Regel deshalb, weil sie zu glauben scheinen, ich sei nur auf der Welt, um ihre Probleme zu lösen...)und positive Veränderungen hervorzurufen. Nicht nur zu planen, sondern auch endlich mal was zu tun. Das hat dann dazu geführt, dass ich im März mit Sport angefangen habe, also nicht nur 1*die Woche Zumba, sondern regelmäßig mindestens 2* mal die Woche. U.a. habe ich Dancehall gemacht, Orientalischer Tanz (was ich schon seit Jahren mal machen wollte!) und natürlich wieder Fußball. seit Juli bin ich nicht mehr zu viel gekommen, dank Grabung etc., da aber meine Thyroxin-Dosis etwas erhöht wurde, nehme ich endlich nach all diesen Jahren dennoch kontinuierlich ab. Ich bin so unendlich froh darüber. KA, wieviel kg ich verloren habe, aber es werden mindestens 5 sein...dafür musste ich 4* mal die Woche Sport treiben bei gesunder Ernährung und habe dadurch vielleicht 1-2 kg pro Monat abgenommen. Nächstes Semester geht es weiter, diesmal gebe ich nicht auf!
Die andere große Veränderung ist dann natürlich, dass die Beziehung mit Daniel vorbei ist und er jetzt nicht mehr hier wohnt. Wie sehr mich diese "Beziehung" belastet hat ist im Nachhinein wirklich unglaublich...vor allem auch das zusammenleben. Ich bin so froh, dass ich mich dazu entschieden habe, mich von ihm zu trennen, und genieße das Single Dasein sehr. ;-)
Im August war ich auf Ausgrabung in Tschechien. Diesmal was neolithisches. Wir haben allerdings mehr Fundbearbeitung gemacht als gegraben. Diese Grabung war ganz anders, als die anderen, auf denen ich bisher war. Alleine deshalb, weil mir fast niemand auf die Nerven gegangen ist, wir uns so gut verstanden haben und wir sehr wenig Alkohol konsumiert haben. Das war vielleicht auch gut so, ich vertrage eh nichts mehr.
In Tschechien selbst haben wir uns ganz viel aus der Umgebung unserer Unterkunft angesehen, in einem Gebiet, das als "Böhmisches Paradies" bezeichnet wird. Außerdem haben wir ein Wochenende in Prag verbracht. Als Kind bin ich ja bereits dort gewesen, und es ist erstaunlich, was man unbewusst noch alles an Erinnerungen besitzt. Tschechien hat mir sehr gut gefallen, ich mochte auch die Menschen sehr und die Sprache (von der ich natürlich fragmentarisch was gelernt habe).
Am letzten August Wochenende sind wir dann nach Deutschland zurück gefahren. Am Sonntag waren wir direkt mit Freunden im Biermuseum, ein netter Abend, aber wir waren alle noch ziemlich kaputt von der Fahrt etc. Am Montag war ich den ganzen Tag arbeiten und am Dienstag habe ich meine nächste Reise fertig organisieren müssen. Die nächste Station war nämlich Stockholm. Meine beste Freundin macht grade ein Praktikum dort und so konnte ich sie besuchen.
Abreise war am Mittwoch. Vorher musste ich leider noch in die Radiologie zur Kontrolluntersuchung. Aus diesem Grund konnte ich auch nicht einen der günstigen germanwings Flüge direkt von Köln/Bonn nach Stockholm nehmen, die überschnitten sich nämlich mit meinem Termin. Das nächstgünstigste war dann mit einen Rail&Fly-Ticket nach Berlin zu fahren und von Tegel aus zu fliegen. Das habe ich dann auch gemacht, wobei ich während der Fahrt nur geschlafen habe...
Der Flug war unproblematisch. In Stockholm angekommen, musste ich erstmal den Flygbussarna finden, also den Bus vom Flughafen in die Stadt hinein. Wenn man aus dem Ausgang des Flughafens raustritt, steht man quasi direkt an mehreren Bushaltestellen. Die Beschilderung könnte besser sein, aber letztendlich bin ich einfach immer weiter nach rechts gegangen, bis ich die Haltestelle gefunden hatte. Das Ticket hatte ich von meiner Freundin per email zugesendet bekommen und musste nur den Code im Bus einscannen lassen. Der Busfahrer und die Schwedin neben wir waren sehr nett. Überhaupt habe ich fast nur zuvorkommendes Verhalten dort erlebt (es gibt ein paar Ausnahmen, die wohl nicht ganz dicht waren o.O). Der Bus hat eine gute 3/4 Stunde bis zum Hauptbahnhof gebraucht. Dort wurde ich von Bente abgeholt. Sie hatte für ihre Gäste eine Metro-Karte. Unheimlich praktisch, da man sie nur aufladen muss, sobald kein Geld mehr drauf ist. Wenn man fahren möchte, muss man die Karte an einen Scanner halten, damit man durch die Schleusen zur Tunnelbana kommt.
Das Bed&Breakfast fand ich sehr angenehm. Es war gemütlich, wenn auch sehr hellhörig. Da Bente durch ihre Arbeit dafür sorgen konnte, dass wir umsonst in die meisten Museen kommen, haben wir das auch voll ausgekostet. Wir waren im Vasa Museet, Nordiska Museet, Skansen und Junibacken. Ansonsten haben wir (bzw. auch ich alleine) uns die Stadt angesehen, die wirklich wunderschön ist. Das Gebäck war auch sehr lecker und ich finde es großartig, dass es in Skandinavien Joghurt im Tetra Pack gibt. :D Leider ist mir direkt zu Beginn meine Kamera kaputt gegangen. Es ist echt wie verhext...
An Stockholm musste ich mich dennoch erstmal gewöhnen. So schön ich die Stadt aus rein ästhetischen Gründen auch fand, gefiel sie mir atmosphärisch nicht so sehr. Das hat sich am Ende allerdings gelegt und ich war sehr traurig, als ich dann am 10. schon wieder weiter "musste". Auch deshalb, weil Bente und ich uns nun schon so lange kennen und wir irgendwie in den 6 Tagen einen gewissen Alltag aufgebaut hatten.
Am Dienstag also wurde ich von Bente noch zum Hafen gebracht, um dann mit der Fähre "Baltic Princess" nach Turku zu fahren. Die Fahrt kostet 17 € wenn man keine Kabine bucht, ist also eine sehr günstige Möglichkeit von Schweden nach Finnland zu kommen oder umgekehrt. Das Schiff war nicht besonders groß, fand ich. Die Preise waren nicht die günstigsten, aber nicht viel anders, als wenn man in Stockholm sich etwas zu essen besorgt hätte. Sein Gepäck kann man auf Deck 5 oder 6 lagern. Es gibt dort Schließfächer für 4 € oder man lässt sein Gepäck bis zum Ende der Fahrt in einem Käfig einsperren..äh einschließen :D Erst hatte ich ein Schließfach, ich hatte nämlich noch ca. 6 € (wär ich schlau gewesen, hätte ich mir direkt in Deutschland Euros für Finnland abgehoben...). Also 4 € ins Schließfach investiert. Dann wollte ich noch etwas anderes rein legen, nachdem ich schon abgeschlossen hatte. Meine Annahme war, dass es so wie bei uns in den Schwimmbädern ist, dass das Geld quasi als Pfand fungiert und wieder rausfällt, sobald man aufschließt. War hier nicht der Fall, ich hatte also mal eben 4 € verschwendet und musste meinen Koffer in den Käfig legen. Was auch grade noch rechtzeitig möglich war, der Mitarbeiter dort war grade dabei zuzuschließen. Neben dem Gepäckraum ist übrigens so ziemlich das einzige Sofa auf dem Schiff. Dort ist es auch relativ ruhig. Man kann sich nämlich sonst nur in die Bars oder Cafés setzen, was auch geht, wenn man nichts bestellt. Gemütlich ist dennoch anders.
Insgesamt war die Fahrt vom Ausblick her sehr schön, aber ansonsten eher unspektakulär und für mich stressig, weil ich kein Geld hatte, mir langweilig war (das Schiff war so leer...man muss wohl nachts fahren, dann kann man auch ordentlich feiern) und ich müde war und die ganze Zeit gefroren habe.
Abends sind wir dann in Turku angekommen. Ich bin dann zu Fuß vom Hafen gelaufen, auf der Suche nach einem Bankautomaten...davon gibt es nicht besonders viele und was ich da noch nicht wusste, war, dass man bei diesen Otto-Automaten (nach den gelben Schildern Ausschau halten!) mit einer nicht finnischen Karte nur den blauen Schlitz benutzen kann, der nicht sehr auffällig ist. Das habe ich allerdings erst am nächsten morgen rausfinden können und habe deshalb kein Geld am Dienstag abheben können und dachte schon, ich könne mein Hostel nicht bezahlen (das Turku Hoste btw.). Man konnte dort aber zum Glück mit Karte zahlen. Vom Hostel aus findet man den nächsten Automaten und Supermarkt wenn man links bis zur Kreuzung geht, dann links die Straße hoch bis man zu einer Kirche kommt und dort dann wieder links geht. Man kann auch den Fluss Aura überqueren und dann rechts gehen (oder man nimmt die Fähre, die gratis über den Fluss übersetzt...der ist auch nicht besonders breit), dort findet sich auch ein Supermarkt.
Das Hostel fand ich angenehm. Es gab viele Toiletten und Duschen, die auch sauber waren. In der Küche gab es Schließfächer, die man auch am Abfahrtstag für sein Gepäck nutzen konnte (Schloss kann man selbst mitbringen oder an der Rezeption erhalten). Ich hatte aus praktischen Gründen das Frühstück mitgebucht. Der Preis dafür war 5,50 €. Leider war das Frühstück nicht besonders gut. Es gab irgendwie nur gummiartige Brötchen und Müsli, eine Käsesorte, zwei Sorten Wurst, Marmeladen, Müslis, Joghurt, Milch, Kaffee, Tee und Saft. Das klingt vielleicht grade nach viel, aber für den Preis hatte ich mir wirklich mehr erwartet, vor allem weil es nicht besonders gut geschmeckt hat...
Das Hostel erreicht man übrigens vom Hafen auch mit der Linie 1, die Haltestelle an der man aussteigen muss, heißt Kauppatoinen oder sowas (man könnte auch an Linnankatu aussteigen, so heißt die Hauptstraße am Fluss) ist die 4. Haltestelle vom Hafen aus meine ich...Busfahren in Turku war sehr abenteuerlich. Es gibt über 100 Buslinien, die teilweise ähnliche Strecken fahren und sie halten quasi alle in der Innenstadt am Marktplatz. Aber einen vernünftigen Übersichtsplan gibt es nicht...ich habe 2-3 Stunden damit verschwendet, herauszufinden, welcher Bus wann wo fährt und sinnlos durch die Gegend zu fahren. Denn, es gibt keine Ansagen, keine Anzeigen und die Namen der Haltestellen sind winzig klein auf einem Minischild gedruckt, so dass man eigentlich nie weiß, wo man grade ist. Listen, auf denen jeden Haltestelle verzeichnet ist, gibt es auch nicht. Man kann also nur raten, wo man sich grade befindet, oder die Busfahrer bitten, einem Bescheid zu sagen, wenn man an angekommen ist. Die Busse halten auch an den Haltestellen nur, wenn man ihnen winkt...sonst fahren sie weiter. Mit den Straßenbahnen in Helsinki verläuft es ähnlich, aber dort hat man zumindest meistens Anzeigen. Für Turku kann man sich eine Turku-Card holen, für einen Tag kostet die etwa 21 €, damit kommt man günstiger in Museen rein und kann den Nahverkehr nutzen. Außerdem erhält man in vielen Restaurants etc. Rabatte. Hat sich für allerdings nicht gelohnt, da ich ja nicht einmal einen ganzen Tag dort war. Stattdessen habe ich mir eine Tageskarte für den öffentlichen Verkehr geholt. Diese kostet 6 €. Wenn man bedenkt, dass eine Einzelfahrt mit dem Bus 2,70 € (oder so ähnlich) kostet, lohnt sich das schon ab 3 Fahrten...
Angesehen habe ich mir in Turku im Endeffekt nur das Schloss. Dort habe ich fast 5 Stunden verbracht. Interessanter als das Schloss selbst fand ich eigentlich die Ausstellungen dort, die ich jedem nur empfehlen kann!
Allerdings habe ich dadurch und durch die Verplantheit mit den Bussen sonst nur sehr wenig von Turku gesehen. Die Stadt bemüht sich wirklich sehr, touristisch was anzubieten, z.B. die ganzen Museen die vom Hafen entlang am Fluss liegen. Man muss sich wohl mehr Zeit nehmen als ich. Besonders hübsch fand ich es dort jedoch nicht ;-)
Abends musste ich dann zum Bahnhof für die Weiterfahrt nach Helsinki. Dafür nimmt man die Linie 8 Richtung Kauppatori/Salutorget und steigt an Rautatieasema/Järnvägstation aus. Ich glaube vom Markt aus waren das ca. 5 Haltestellen...man kann halt wieder nur raten. Am Bahnhof angekommen, habe ich am Automaten einen Code für mein Ticket eingegeben (kann man über VR, also die Finnische Eisenbahn im Internet buchen)und ausgedruckt.
In der Bahn hat sich dann herausgestellt, dass der Studentenpreis nur für in Finnland eingeschriebene Studenten gilt...die Schaffnerin hat mein Ticket (das nicht mal 13 € gekostet hat, sehr günstig für eine 2-stündige Fahrt mit dem IC) mal gelten lassen, weil ich es nicht besser wusste, aber eigentlich hätte ich mir ein komplett neues für 27 € kaufen müssen plus 80 € Strafe...Glück gehabt. (Grundsätzlich gelten alle! Rabatte nur für in Finnland eingeschriebene Studenten).
Die Fahrt war sehr angenehm, und wie überall sonst in Schweden und Finnland gab es gratis W-Lan an Bord :-)
In Helsinki angekommen musste ich erst einmal herausfinden, wie ich zu meinem Hostel komme. Leider war der Haltestellenname, den ich mir aufgeschrieben habe, falsch und als ich dort nach meiner Straße gefragt habe (auch wieder Linnankatu ^^) wurde mir gesagt, ich müsste wieder zurück zum Hauptbahnhof und dann mit der Straßenbahn 4 fahren. Angeblich nur eine Haltestelle aber es sind ein paar mehr...übernachtet habe ich im HelpHostel. Das Hostel ist sehr angenehm, das Personal nett und die Atmosphäre sehr entspannt und harmonisch. Leider gibt es nur eine Dusche für alle und nur eine Toilette/Badezimmer pro Geschlecht, und die liegen auch noch direkt neben der Küche...das war manchmal nervig. Ansonsten fand ich es dort aber echt toll.
Für Helsinki kann man sich auch eine Tageskarte holen für 8 € oder auch eine für mehrere Tage, 2 Tage z.B. kosten 12 €. Auch diese Karte lohnt sich, da man doch viel hin und her fährt und grade mit der Straßenbahnlinie 3 (und 2?) kann man eine Art Sightseeing Tour machen.
Helsinki fand ich super schön, ich hab mich dort direkt viel wohler gefühlt als in Turku, vielleicht auch weil alles entspannter war. Angesehen habe ich mir Suomenlinna, dort war ich den ganzen Donnerstag weil es einfach so mega schön war...das war glaube ich seit Mitte Juli der erste Tag, an dem ich mal so richtig runtergekommen bin. Dem Meer sei's gedankt. Wenn man sich die Inseln genauer anschauen will, braucht man auf jeden Fall viel Zeit. Die eine Fähre, die dort hin fährt, ist auch im normalen Ticket für den Verkehr enthalten. Sehr schön sind auch die Uspesnky Kathedrale, der Marktplatz und der Platz am Senat. Generell ist die Stadt einfach mega schön mit ihren ganzen Jugendstilgebäuden. Es gibt so unglaublich viel, was man sich in dieser Stadt ansehen könnte, aber ich habe es nicht auf die Reihe bekommen...war erst um 7 wieder "zu Hause", habe mir dort Essen gemacht, mit meiner japanischen Zimmerkameradin ewig lange gequatscht und mich dann angezogen und fertig gemacht, denn wenn man als Metal-Fan in Helsinki ist, muss man dort natürlich auch ausgehen. Als erstes bin ich zum Tavastia gefahren (bis ich gemerkt habe, dass mein Ticket nicht mehr gültig ist...ups), das hatte allerdings geschlossen. Von dort bin ich zur Bar Loose gelaufen, aber das sah nicht sehr vielversprechend aus. Irgendwie im Auflösen begriffen und nur Päärchen...dann hatte ich die Nase voll, es war auch irgendwie schon 1 Uhr nachts oder so und ich bin zurück Richtung Bahnhof gelaufen zum On the Rocks, von dem ich sicher wusste, dass es geöffnet sein würde. Es hat mich dann doch einiges an Überwindung gekostet, da allein rein zu gehen. Innen bin ich zu einem freien Sitz an der Bar gegangen und habe nach dunklem Bier gefragt (was sich lustigerweise als Kozel herausstellte, welches ich auch in Tschechien meistens getrunken habe). Daraufhin wurde ich direkt von dem Typen neben mir angesprochen, nämlich David aus London. Es hat wohl auch eine Band unten gespielt, aber das habe ich gar nicht mitbekommen, das Konzert war wohl auch fast vorbei. In der Bar habe ich mich dann weiter mit David unterhalten. Zwischendurch kam auch sein Freund Dustin vorbei. Ab und zu habe ich dann auch kurz mit anderen Menschen (betrunkenen Finnen und der ein oder andere Ire XD) geredet. Letztendlich sind wir dort geblieben, bis wir rausgeschmissen wurden, was gegen 4 Uhr gewesen sein muss. Eigentlich wollte ich direkt zurück zum Hostel, weil ich sehr müde war, aber wir haben uns dann doch unterhalten, den einen besoffenen und sehr lustigen Finnen zurück zu seinem Hotel geschickt, gewartet, bis die Finnin, mit der Dustin was angefangen hatte, abgeholt wurde, und Davids erste Bahn wieder fuhr. Dustin hat mich daraufhin zum Hostel gebracht, was noch eine sehr angenehme Konsequenz zur Folge hatte. Wie das aber bei Männern wohl so ist, hat sich leider keiner von beiden je wieder bei mir gemeldet...Um 7 Uhr morgen bin ich dann endlich mal im Bett gewesen. Mein Plan war ursprünglich, früh aufzustehen und mir noch was anzusehen, aber so habe ich an Schlaf mitgenommen, was ich kriegen konnte, geduscht, gepackt, versucht, etwas zu essen runterzuwürgen, mein ganzen Essen verschenkt (warum habe ich nur so viel gekauft?!) und dann musste ich auch direkt weiter zum Flughafen. Habe dann den Bus vom Hauptbahnhof genommen. Am Flughafen selbst stellte sich dann heraus, dass man bei Air Baltic für Gepäck draufzahlen muss. Da ich schlecht umpacken konnte bzw. auch Sachen dabei hatte, die nicht im Handgepäckt erlaubt sind, musste ich den sauren Apfel beißen und 40 € blechen. Check-In am Schalter kostet auch 10 €. Kann man aber kostenlos über's Internet oder Telefon (was bei mir nicht ging...sie haben dann eine Ausnahme gemacht und mich umsonst eingecheckt). Die Air Baltic Maschinen sind recht alte Propeller-Maschinen und man merkt an sehr vielen Stellen, dass es eine Billig-Linie ist (man bekommt nur Tee und Kaffee seviert und dafür muss man ebenfalls zahlen). Dummerweise habe ich nun so viel gezahlt, dass ich doch einen direkt Flug nach Hamburg hätte nehmen können. Na egal, das war jetzt mein Urlaub, und der war eh teuer. Auf dem Flug nach Riga saß neben mir eine deutsche Fennistik-Studentin aus Berlin, mit der ich mich dann die ganze Zeit unterhalten habe und am Flughafen ebenfalls, bis ich los musste. Ich weiß nicht warum, aber von ihr habe ich auch noch nicht gehört, vielleicht spinnt doch irgendwas bei Facebook...der Flug nach Hamburg war dann nicht so cool. Neben mir saß eine dicke, alte Russin, die sich einfach unmöglich benommen hat und nach Urin stank...der Flug hat 2 Stunden gedauert und ich hatte einfach so kein Bock mehr...habe die meiste Zeit geschlafen. In Hamburg sind wir zu früh angekommen und meine Mutter war noch nicht da. Musste eine Weile auf sie warten und dann sind wir nach Itzehoe gefahren. Da haben meine Eltern und ich uns noch schön unterhalten und was gegessen und dann bin ich todmüde ins Bett gefallen. Am nächsten Tag musste ich leider abends an der Theke im Atzehoe aushelfen. Eigentlich macht mir das ja Spaß, aber ich hatte an dem Abend einfach überhaupt keine Lust dazu. Zum Glück waren die meisten Leute sehr nett (die Musik war schrecklich...) und irgendwann war der Abend vorbei. Am Sonntag Abend sind meine Mutter und ich nach Köln gefahren, haben noch zwei Leute mitgenommen und die ganze Zeit nur geredet, bis wir beide heiser waren :D
Montags musste ich wieder arbeiten, Dienstag waren wir bei einer Freundin unserer Familie, Mittwochs ist meine Mutter wieder gefahren. Donnerstag habe ich gar nichts gemacht, Freitag war ich im Institut und abends bin ich ausgegangen, genau wie gestern. Jetzt bin ich wieder völlig k.o. und in ein paar Stunden fahre ich auf Exkursion nach Österreich und Ungarn, worauf ich nach all diesen Reisen gar keine Lust mehr habe.
So, das ist der Rundumschlag. Wenn ich Anfang Oktober wieder da bin, werde ich mal ganz genau festhalten, was ich wann wie wo gemacht und gesehen habe. Mit links und Bildern! Dafür habe ich jetzt keine Zeit mehr...>_>
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